2014/06/15

Gewinnspiel: Uuuund Schluss!

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Nein, keine Panik: Unser Blog bleibt! Aber das Gewinnspiel des 5x2 Freikarten für die YOU-Messe in Berlin endete am Mittwoch und wir haben nun - nach einigen Diskussionen - die fünf Gewinner gekürt!

Vorab vielen lieben Dank an alle Einsendungen; es waren sehr schöne Geschichte dabei, sodass uns die Auswahl wirklich nicht leicht fiel.
Die Gewinner benachrichtigen wir genau heute, sodass wir die Freikarten so bald wie möglich verschicken können. Wer Lust hat, uns bei der YOU-Messe zu treffen (egal ob Gewinner oder nicht), kann sich sehr gerne bei uns melden: Über "Gäste" auf unserem Blog freuen wir uns sehr!

Nun aber endlich die fünf versprochenen Siegergeschichten... Die Reihenfolge sagt nichts über Bewertungen oder Ranglisten aus ;)

#1 Wie ich zu einem meiner ungewöhnlichsten Hobbys kam: der Travestie
[...] Es war, glaube ich, im Jahr 2012 als sich meine aller erste Beziehung dem Ende hingegen neigte und ich wieder in meine eigene kleine Welt fiel. Ich hing in dieser Zeit oft auf YouTube herum und schaute die verrücktesten Videos und Reportagen, sowas lenkt mich ab. Bis ich eines Tages auf Bob Schneider ["Jutta Hartmann"], einen Damendarsteller aus Berlin, stieß. [...] Dieses ungenierte, freche, humorvolle - das war das, was mich an dieser Kunst festhielt. Bis ich irgendwann die Szene der Drag Queens, der "partywütigen und vorlauten Transen" Berlins entdeckt hatte. Da war ich nun, und da bin ich bis heute. Seit dem beschäftige ich mich mit dem Spiel der Geschlechter, der Partymacherei, der Comedy, dem Transendasein. Es muss ein traumhafter Beruf sein, dachte ich. Man wird dafür bezahlt, andere Leute humorvoll anzupöbeln, man ist sein eigener Chef und man kann sich sein Berufskonzept ganz allein zusammenstellen. Das faszinierte mich - und das tut es auch noch heute. [...] So entstand mein heutiges Travestie-Onlinemagazin "DAILY DRAG", in dem ich über aktuelle Geschehnisse aus der Schwulen- und Travestieszene national und international berichte. [...] Immer präsent - immer da. Um zu zeigen "Wir sind da. Und wir lassen uns nicht den Mund verbieten". [...] Ich glaube, wenn es keine Homophobie mehr auf der Welt geben würde, dann wären wir alle viel offener und fröhlicher. Und wer einen gesunden Menschenverstand besitzt, der weiß das auch. Und jeder sollte die Gelegenheit nutzen, dazu zu stehen und zu unterstützen. Und das tue ich unter anderem mit DAILY DRAG.

#2 Der umwerfende Kellner
Ich war anlässlich des Geburtstages meiner Freundin essen. Das Restaurant war zweistöckig und als eine Freundin nachkam, bat sie mich, sie am Eingang abzuholen. Da wird in der oberen Etage saßen, lief ich nun die Treppen herunter. Unten an der Bar war ein meeeegaaaa süßer Kellner, dem ich die ganze Zeit versucht habe, schöne Augen zu machen. Als ich dann die Treppe herunter lief, um meine Freundin abzuholen, versuchte ich, Blickkontakt zu ihm zu halten. Dies gelang mir auch und ich lächelte ihn an. Und dann passierte es... Ich bin ausgerutscht - aber nicht irgendwie: Ich bin auf meinen Bauch gefallen und rutschte die Treppe herunter, auf meinem Bauch -.- Also lag ich auf den Treppen, wie gesagt auf dem Bauch (!!!) Er kam dann, half mir hoch und als ich das nicht reicht, war meine Brille schief in meinem Gesicht und er machte mich darauf aufmerksam, dass ein Popel an meiner Nase herunterhang. Oh mein Gott, so peinlich, das wünsche ich wirklich nicht mal meinem Erzfeind...

#3 Eine spritzige Sommernacht
Mein schönstes Jugenderlebnis war mit meiner großen Liebe: Wir haben uns in einer warmen sternenklaren Sommernacht getroffen. Er überraschte mich , holte mich von zu Hause mit seinem Skateboard ab. Unter seinem Arm eine dicke Decke gepackt und im anderen Arm eine Flasche Bier. So kannte ich ihn eben: Bier und Skateboard! Wir liefen zur Buga, aber statt den Haupteingang zu nehmen lockte er über einen dunklen Pfad entlang... Wir befanden uns plötzlich auf dem Friedhof, es war stockfinster und es schauderte mir. Gänsehaut lief meinen Rücken entlang, doch er führte mich. Seine Hand streichelte meine, er war wie ein Ritter. [...] Die Gehwege waren beleuchtet, denn in dieser Nacht gab es das große Feuerwerk. Wir kletterten den höchsten Berg in der Buga hoch, legten uns auf die Decke und genossen das romantische Feuerwerk. Doch wie es so ist als verliebtes Paar vergaßen wir die Zeit. Nur die Sterne leuchteten, es war ruhig und alles dunkel. Die Rasensprenger gingen an und wir schreckten auf. Es war mitten in der Nacht, der Britzer Garten war bereits geschlossen und wir machten uns auf den Heimweg, natürlich wurden wir beide klitschenass! Und klischeemäßig wie anzunehmen, küssten wir uns natürlich unter den Rasensprengern. Wir kletterten wieder über den Zaun, es war eine unvergessliche schöne Nacht!


#4 Auf allen Vieren
Meine Freundin und ich besuchten im Alter von ca. zehn Jahren einen Reiterhof. Er beherbergte [...] wirklich alles, was das Mädchenherz begehrt. Das fanden auch die beiden Mädels die sich dort ebenfalls für eine Woche einquartiert hatten. Auf Grund der gemeinsamen Interessen verstanden wir uns alle prima und heckten allerlei Schabernack aus. [...] Wir wollten uns um Mitternacht in einem unserer Zimmer treffen, durch das Fenster klettern und die ca. 100 Meter zur zweiten Stallung laufen um bei den Pferden vorbeizuschauen. Gesagt, getan!
Der Hinweg verlief wie geplant ohne Komplikationen. Wir streichelten einige Zeit Pferde, setzten uns auf eines drauf und genossen den Geruch des Heus. Als unsere Augen sich langsam zu schließen begonnen, beschlossen wir den Heimweg anzutreten. [...] Wir wollten natürlich auf keinen Fall entdeckt werden und hielten Ohren und Augen offen. Als wir die ersten 50 Meter geschafft hatten, sahen wir eine dunkle Gestalt auf dem Hof. Sofort schmissen wir uns auf Kommando unserer ernannten Anführerin auf den Boden. Die Stille der Nacht packte uns, so leise, dass man das eigene Herz klopfen hören konnte. Und in unserer Situation schlug das gefühlte 180 Mal pro Minute.
Als einige Zeit nichts geschah und sich die Gestalt nicht rührte, beschlossen wir wie die Soldaten durch den Matsch, über die Pflastersteine zu robben. Wir sahen von oben sicher aus wie vier überfahrende Frösche, die ihre letzten Meter zurücklegen. [...] Wir lagen nur noch 15 Meter von dem Haus entfernt, als wir die wahre Identität unserer düsteren Gestalt aufdeckten. Ein Buchsbaum, in einem Topf. Mit genügend Phantasie konnte man ihm die Form einer Person abringen. Und durch dem Wind bewegte sich diese Scheusal im Pott auch noch. [...] Ich kann mich noch heute genau daran erinnern, wie wir über diese Straße schlichen und uns noch einige Tage köstlich über unsere Einbildungskraft amüsiert haben.


#5 Suche nach der perfekten Berufung
Früher, als ich 6 oder 7 war, hatte ich zwei Berufswünsche, die... naja... waren. ;)
Ich wollte Gynökologe werden, bis mir dann einfiel, dass es auch alte Frauen gibt.
Dann wollte ich unbedingt U-Bahnfahrer werden - ich habe damals einfach jede U-Bahnstation jeder Linie auswendig gelernt, weil ich dachte, dass das natürlich das A und O eines U-Bahnfahrers ist und war so stolz darauf und habe es der BVG geschrieben, die mir selbstverständlich bis heute nicht geantwortet hat. a) Bin ich noch sauer, dass sie das nicht ttt und b) schäme ich mich für beides...
Wenn man bedenkt, wie ich früher drauf war - so kennt ihr mich garnicht. Ich war sehr mollig, hatte kaum Haare (immer schön auf 1mm getrimmt), habe gelispelt, die fettige Brille immer auf halb 8 und war ein neunmalkluger Klugscheißer, der bei einem Interview gesagt hat, wenn er mal Bildungsminister wäre, würde er als erstes ändern, dass es an jeder Schule eine Caféteria gibt. Gott, war ich verfressen.

Herzlichen Glückwunsch an die Autoren dieser tollen Stories und vielen Dank natürlich für die Teilnahme ALLER Schreiberlinge! :)
An dieser Stelle wollen wir uns nochmals recht herzlichen bei Team des YOU-Berlin-Blogs bedanken, welches uns dieses Gewinnspiel möglich gemacht hat. Wir freuen uns schon sehr auf die Messe und sind schon gaaanz hibbelig!

- Die Benachrichtigung der Gewinner erfolgt direkt nach Veröffentlichung dieses Posts. -

Alles Liebe an euch ♥
Caro und Eddy

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